Ein guter Grund für Baby Alpaka

Dieses Zitat habe ich in der Herbstausgabe der Werde gelesen. Es hat spontan meine Aufmerksamkeit geweckt und mich zum Nachdenken gebracht. Wie stehe ich zum Herbst? Was bedeutet für mich der Frühling? In welcher Relation zum Sommer sehe ich ihn?

Ich bin eigentlich nicht so ein „Lieblingsding“-Typ. Fragen nach meinem Lieblingsessen kann ich nicht kurzgefasst beantworten. Genauso geht es mir mit Schauspielern und Musikern, sogar bei Musikrichtungen ist meine Antwort kürzer, zähle ich auf, was ich nicht mag.

Bei den Jahreszeiten ist das anders. Da ist mir der Sommer ganz klar die liebste. Ich liebe die Wärme, die Sonne, Eis essen im Freien und nachts mit weit geöffnetem Fenster schlafen. Im Frühling kann man all das erahnen. Die Tage werden länger, jeden Morgen ist es ein klein bisschen früher hell. In der Natur sprießt das erste Grün, die Abende werden zaghaft lauer. Der Frühling ist für mich daher pure Vorfreude. Auf sattes Grün, laue Nächte, dünne Kleider und Schuhe ohne Socken tragen.

Bei der Auswahl meiner Projekte bevorzug ich leichte Sommergarne aus Baumwolle, Leinen, Papier oder Mischungen mit diesen Fasern.
Dieses Frühjahr kaufte ich mir vor lauter freudiger Erwartung gleich Material für 3 Strickteile auf einmal. Ein Garn in zart rosa-apricot für ein einzelnes Top und ein hellblaues Garn mit ein wenig Glitzer für ein Top mit passender Strickjacke. Das erste Top war relativ schnell gestrickt, aber dem Twinset kamen unzählige Ablenkungen in die Quere. Auf meinem Instagram – Account kann man gut nachvollziehen, wie ich ein Projekt nach dem anderen vor das Twinset schob. Gerade noch zu den letzten warmen Tagen dieses Jahres wurde das Top fertig. Es ist genial! Ich lobe mich nicht gerne selbst, aber dieses Top ist wirklich super geworden. Beflügelt von diesem Erfolg, habe ich schnell die Strickjacke angenadelt. Der Flow hielt nicht so richtig an und bisher habe ich leider erst den Rücken und ein Vorderteil bis zu den Armausschnitten gestrickt.

Ich hatte wirklich den ganz festen Vorsatz, kein größeres Projekt vor Beendigung der Strickjacke zu starten.

Doch jetzt ist der Herbst da. Der Vorbote des Winters. Die Tage werden kürzer, es ist nass, kühl und windig. Der Abschied vom Sommer schmerzt und wäre da nicht meine Liebe zu weichen, flauschigen, kuschelig-warmen Garnen, ich wüsste nicht, wie für mich der Herbst der Frühling des Winters sein sollte. Wolle aus Materialien wie Merino, Alpaka, Mohair mit Seide und Kaschmir erleichtern mir nicht nur den Abschied von der Sommerzeit, sie wecken in mir die Vorfreude auf lange Abende mit meinem Strickzeug.

Darum habe ich mit Beginn des Herbstes entschieden, die Fertigstellung des Twinsets zu vertagen. Niemals würde ich im Winter ein Kleidungsstück aus solch einem Sommermaterial tragen. Die Weiterverfolgung meines Vorsatzes verkäme zur reinen Prinzipienreiterei, hielte ich daran fest. Bye, bye guter Vorsatz, du bist sinnentleert und darum wechselt der Projektstatus der Strickjacke von WIP zu UFO bis 2018.

Und hello du schönes Strickkleid aus Baby-Alpaka, das ich in den nächsten Tagen annadeln und dann pünktlich zum Winterbeginn anziehen werde. Ich freue mich so darauf!

Wie ist das bei euch? Habt ihr eine Lieblingsjahreszeit? Wenn ja, welche und warum?

Liebe Grüße
Pia >j<

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Coca Cola oder Pepsi oder wie kommt man von Softdrink auf Tunesisch Häkeln?

Lust auf ein kleines Spiel? Ich mag Gesellschaftsspiele. Eines meiner Lieblingsspiele ist das Entweder-Oder Fragenspiel. Spielbar ab zwei Personen, für jedes Alter geeignet. Hilfsmittel braucht man keine, mit Einsatz von Hirn und Herz macht es besonders viel Spaß.
Durch die Beantwortung vieler möglichst gegensätzlicher Entweder-Oder-Fragen, lernt man neue Bekannte schnell näher kennen oder erfährt eine Menge mehr über alte Freunde. Ich fang mal an.

10 Antworten von mir

  1.  Schokolade oder Gummibärchen?
    Schokolade.
  2. Hund oder Katze?
    Katzenmensch mit Sympathie für Hunde.
  3. Land oder Stadt?
    Tokyo! Berlin! Frankfurt am Main!
  4. Berge oder Meer?
    Bis zum Ende meiner Adoleszenz war ich ganz klar für das Meer. ÜBERHAUPT KEINE FRAGE. Heute liebe ich auch die Berge.
  5. Tee oder Kaffee?
    Ich liebe meinen Milchkaffee zum Frühstück. Danach trinke ich im Büro den restlichen Vormittag den Kräutertee undefinierbarer Mixtur, den es frei in der Kantine gibt. Der Legende nach wurde er vom Firmengründer persönlich kreiert. Ich habe keine Ahnung, was drin ist, mir ist auch noch nie irgendwo auf der Welt ein ähnlicher Geschmack begegnet… But I love it.
  6. McDonald‘s oder Burger King?
    Also, bei Burger King ist das Fleisch besser, dafür sind die Pommes bei Mäckes viel leckerer. Echt? Ach nö. Ganz klar weder noch und stattdessen Selbermachen oder Streetfoodfestival und Jamy`s. Passend dazu gleich das nächste Entscheidungspärchen.
  7. Hamburger oder Cheeseburger?
    Wieso denn oder? Wenn ihr genauso auf diese fetten Schweinereien steht wie ich, und außerdem Kochbücher mit tollen Fotos mögt, dann empfehle ich euch „Burger Unser“ von Hubertus Tzschirner, Nicolas Lecloux, Thomas Vilgis, Nils Jorra, Florian Knecht. Schaut mal: Burger Unser
  8. Erdbeere oder Kirsche?
    Wer von euch kennt noch Tutti Frutti? Ich sage nur „chin chin“. Apropos chin chin. Spätestens seit dieser, ein fragwürdiges Frauenbild transportierenden, Fernsehsendung mit Hugo Egon Balder wissen wir alle, dass es „Prost“ auf Italienisch bedeutet. Garantierte Aufmerksamkeit erzielt ihr, wenn ihr mit euren Freundinnen im japanischen Restaurant die Gläser hebt und laut: „chin chin“ ruft. „Pimmel!“.
  9. Chaotisch oder ordentlich?
    Ich wäre schrecklich gerne ordentlich. Ordentlichen Menschen gilt meine bedingungslose Bewunderung. Durch und durch chaotisch, schätze ich mich glücklich, mit Handarbeiten auch mal was Ordentliches in meinem Leben zu haben. Die Abläufe beim Häkeln und Stricken sind so wunderbar strukturiert. Masche für Masche arbeite ich Reihe für Reihe im immer wiederkehrenden Rhythmus. Herrlich!
  10. Finally: Häkeln oder Stricken?
    Große Frage in der Wollcommunity. Ich kann und mag beide Techniken. Wie seht ihr das? Habt ihr einen Favoriten? Wie steht ihr zu den Mischtechniken Knooking oder Tunesisch häkeln? Mir persönlich hat sich der Sinn des Knookings nie erschlossen. Man wendet im Prinzip die Technik des Häkelns an, um ein fertiges Projekt zu erzielen, das gestrickt aussieht. Äh, what? Tunesisch Häkeln hingegen gefällt mir. Mit dieser Technik erzielt man eine ganz eigene Textur. Die fertigen Projekte zeichnen sich durch eine besondere Festigkeit aus, daher sind sie bestens geeignet für Heimtextilien oder Taschen. Der einfache Grundstich hat ein ganz eigenes Maschenbild. (Bild Grundstich von vorne). (Bild Grundstich von hinten) Eine gute Einführung in die Technik habe ich bei Talu www.talu.de
    Schritt-für-Schritt-Erklärungen gibt es auch hier: brigitte.de

Meine erste Maschenprobe im einfachen Grundstich sieht so:

Das perfekte Sofakissenmuster.

Liebe Grüße

Pia >j<